Sollte mir der Staat das Rauchen verbieten dürfen?
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Ausgehend von aktuellen Debatten um strengere Rauchverbote – etwa dem Gesetz in Großbritannien, nach dem Menschen ab Jahrgang 2009 niemals legal Zigaretten kaufen dürfen – setzen sich die Schüler:innen mit der Frage auseinander, wie weit der Staat Menschen vor gesundheitsschädlichem Verhalten schützen sollte. In einem Gruppenpuzzle erarbeiten sie Ursachen des Rauchens, gesundheitliche und gesellschaftliche Folgen sowie Argumente für und gegen ein allgemeines Rauchverbot. Dabei reflektieren sie das Spannungsfeld zwischen individueller Freiheit, Sucht, gesellschaftlicher Verantwortung und staatlichem Schutz.
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Ablaufplan für den Unterricht
Vielen Dank an @45minuten für die Kooperation bei diesem Material!
Lernziele:
Die Schüler:innen …
analysieren gesundheitliche, soziale und gesellschaftliche Folgen des Rauchens
erarbeiten Argumente für und gegen staatliche Rauchverbote
entwickeln ein differenziertes, begründetes Urteil zu staatlichen Eingriffen in Gesundheitsfragen
Unterrichtsablauf:
Zu Beginn der Stunde setzen sich die Schüler:innen mit mehreren aktuellen Fakten zum Rauchen auseinander, beispielsweise zu Todesfällen durch Tabakkonsum, gesellschaftlichen Kosten oder sozialen Ungleichheiten beim Rauchverhalten. Anschließend nehmen sie spontan Stellung zur Leitfrage: „Sollte der Staat mir das Rauchen verbieten dürfen?“ Die ersten Reaktionen und Meinungen werden kurz im Plenum gesammelt, sodass deutlich wird, dass es sich um eine kontroverse gesellschaftliche Debatte handelt.
Im Anschluss wird das Gruppenpuzzle eingeführt. Die Schüler:innen finden sich in Stammgruppen zusammen und teilen untereinander auf, wer welche Expertenstation bearbeitet. Dabei beschäftigen sich die Lernenden entweder mit den Ursachen des Rauchens, den gesundheitlichen und gesellschaftlichen Folgen oder mit Argumenten für bzw. gegen ein allgemeines Rauchverbot.
In der darauffolgenden Expertenphase arbeiten die Schüler:innen selbstständig an ihrer jeweiligen Station. Sie analysieren Texte, recherchieren Informationen und strukturieren ihre Ergebnisse. Währenddessen setzen sie sich unter anderem mit verschiedenen Formen der Nikotinabhängigkeit, dem Einfluss von Werbung und Social Media, gesundheitlichen Folgen des Rauchens sowie politischen und gesellschaftlichen Argumenten rund um staatliche Rauchverbote auseinander.
Nach der Expertenarbeit kehren die Schüler:innen in ihre Stammgruppen zurück und stellen sich gegenseitig ihre Ergebnisse vor. Auf diese Weise entsteht ein Gesamtbild der Debatte aus unterschiedlichen Perspektiven. Aufbauend auf den gesammelten Erkenntnissen diskutieren die Gruppen anschließend die zentrale Leitfrage der Stunde: „Sollte der Staat Menschen vor dem Rauchen schützen – auch gegen ihren eigenen Willen?“ Dabei sollen die Schüler:innen verschiedene Argumente miteinander verknüpfen und gegeneinander abwägen.
Zum Abschluss formulieren die Stammgruppen ein gemeinsames Fazit. Dieses soll eine begründete Position zur Leitfrage enthalten sowie mindestens einen Gegenaspekt berücksichtigen, um die Komplexität der Debatte sichtbar zu machen. Abschließend werden einzelne Positionen im Plenum vorgestellt und gemeinsam reflektiert.
Details
Bildungsebene
Sekundarstufe I-II
Bildungswege
Gymnasium, Realschule, Gesamtschule, Berufsbildende Schule
Bildungsfeld / Fachbereich
Politik & Gesellschaft
Qualifikationen / Lehrplanthema
Methodenkompetenz (Arbeit mit journalistischen Texten und Sachquellen, Strukturieren und Kategorisieren von Informationen, selbstständige Recherche und Visualisierung (Infografik), Weitergabe von Expertenwissen im Gruppenpuzzle), Urteilskompetenz (Abwägen unterschiedlicher Interessen und Werte, Entwicklung eines differenzierten Urteils, Reflexion staatlicher Eingriffe und individueller Freiheit) / Gesundheit und Suchtprävention, Individuelle Freiheit und staatliche Verantwortung, Medien und Konsumverhalten, gesellschaftliche Ungleichheit, politische Entscheidungsprozesse und Regulierung
Klassenstufe
ab klasse 9
Zeitrahmen
90 Minuten
Bildungsregion
Deutschland
aktualisiert am:
veröffentlicht am
12.05.2026
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