Millionenspenden an Trump, Verträge mit dem US-Militär, KI bei der Einwanderungsbehörde ICE – macht der Fall OpenAI deutlich, dass die Wahl eines KI-Tools keine technische, sondern eine politische Entscheidung ist? Anhand der #QuitGPT-Kampagne und vier internationalen Perspektivtexten fragen Schüler:innen, wann Konsumentscheidungen politisch werden und wo individuelle Verantwortung aufhört und strukturelle Lösungen beginnen müssen.
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Ablaufplan für den Unterricht
Lernziele:
Die Schüler:innen erklären das Konzept des politischen Konsums und unterscheiden Boykott von Buykott.
Sie analysieren Pro- und Contra-Argumente zum ChatGPT-Boykott aus verschiedenen medialen Perspektiven und arbeiten den Unterschied zwischen individuellem und strukturellem Ansatz heraus.
Sie formulieren ein begründetes, quellengestütztes Urteil zur Leitfrage und reflektieren, inwiefern ihr eigenes Verhalten davon berührt wird.
Unterrichtsablauf:
Zum Einstieg reflektieren die Schüler:innen spontan, ob und welche KI-Tools sie nutzen und ob sie diese Entscheidung bewusst getroffen haben. Anschließend erschließen sie mithilfe eines Hintergrundtextes das Konzept des politischen Konsums, lernen den Unterschied zwischen Boykott und Buykott kennen und erarbeiten in Partnerarbeit, unter welchen Bedingungen Boykotts politisch wirksam werden – und wann sie scheitern. Über den Einleitungstext des Buzzard-Dossiers steigen sie dann in den konkreten Fall der #QuitGPT-Kampagne ein: Sie erschließen, was boykottiert wird, warum dieser Boykott anders als frühere Tech-Boykotts sein könnte und inwiefern die Wahl eines KI-Tools überhaupt als politische Entscheidung verstanden werden kann. Im Hauptteil lesen sie in Vierergruppen arbeitsteilig vier internationale Perspektivtexte – von Historiker Rutger Bregman im Guardian über Kulturjournalist Thom Waite in Dazed bis zu Tech-Expertin Aya Jaff in Surplus und Wirtschaftsinformatiker Raffaele Ciriello in Independent Australia – fassen die Argumente in einer gemeinsamen Tabelle zusammen und diskutieren, welche grundlegend unterschiedlichen Lösungsansätze hinter der Pro- und der Contra-Seite stecken. Abschließend bilden die Schüler:innen ein quellengestütztes Urteil zur Leitfrage und vergleichen es mit ihrer Antwort vom Einstieg – ob und wie sich ihre Einschätzung verändert hat.
Details
Bildungsebene
Sekundarstufe I
Bildungswege
Gymnasium, Gesamtschule, Realschule
Bildungsfeld / Fachbereich
Politik & Gesellschaft
Wirtschaft
Qualifikationen / Lehrplanthema
Analyse medialer Perspektiven und Quellenvergleich; Unterscheidung individueller und struktureller Handlungsebenen; kriteriengeleitete Urteilsbildung; Argumentationskompetenz; Selbstreflexion des eigenen Konsumverhaltens / Politischer Konsum und Verbraucherethik; Unternehmensverantwortung und Corporate Social Responsibility; Individuum und Gesellschaft; politische Partizipation und ihre Grenzen; Digitalisierung und politische Entscheidungen
Klassenstufe
Klasse 9-10
Zeitrahmen
90 Minuten
Bildungsregion
Deutschland
aktualisiert am:
veröffentlicht am
07.04.2026
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